Masterung von Motoman-Robotern für das Wasserstrahlschneiden
Anlagenbeschreibung
Der Kunde fertigt Textilien für den Automobilbau, die beispielsweise für Verkleidungen im Fahrzeuginnenraum eingesetzt werden. Die Textilien werden auf ein sogenanntes Laminat gepresst und anschließend mit dem Roboter ausgeschnitten. Der Beschnitt wird in Schneidzellen durchgeführt. Dort sind jeweils zwei Motoman-Roboter an der Decke montiert und schneiden mit Wasserstrahl die Textilie entlang einer 3D-Kontur aus dem Laminat.
Der Kunde betreibt am Standort Deutschland sechs Schneidzellen und im europäischen Ausland weitere acht Schneidzellen. Es werden sowohl Motoman-Roboter mit alter XRC-Steuerung, als auch Steuerungen vom Typ NX100 eingesetzt.
Aufgabenstellung
Durch die hohen Bearbeitungsgeschwindigkeiten müssen die Roboter oft gewartet werden. Es werden Getriebe, Motoren und Hände der Roboter getauscht. Nach den Wartungsarbeiten ist die Masterung der Roboter verloren und alle Bearbeitungsprogramme müssen nachgeteached werden. Die Bearbeitungsprogramme sind sehr umfangreich und bestehen aus Hunderten von Raumpunkten.
Umsetzung
In der Schneidzelle wurde eine Grundplatte an die Zellenverstrebung in der Mitte der beiden Roboter fest angebracht. Das LaserLAB wird nach den Wartungsarbeiten in die Grundplatte geschraubt. Auf die Wasserstrahldüse wird eine spezielle Messkugel mit 3/8 Zoll-Linksgewinde aufgeschraubt. Der Kugelmittelpunkt repräsentiert exakt den Roboter-TCP. Mittels der Software loop:in wird nun der Roboter automatisiert gemastert.
Nutzen für den Kunden
Der Kunde ist in der Lage, seine Roboter nach Wartungsarbeiten (z. B. dem Tausch von Motoren, Getriebe und Handachsen) automatisiert zu mastern. Seine komplexen und umfangreichen Roboterprogramme passen danach immer noch und müssen nicht nachgeteached werden.

